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Welche Gedanken fütterst du?

Gesunde Ernährung ist die eine Sache aber zu einer gesunden Lebensführung gehört ebenfalls eine gesunde Einstellung und manchmal auch etwas Mut. Mut? Mut sein eigenes Ding zu machen und vielleicht die einzige Person in der Runde zu sein, die keinen Wein trinkt, obwohl sie nicht mal fahren muss. Mut ist so oft gefragt im Leben und vielleicht wünschst auch du dir, in einigen Situationen mutiger zu sein. Doch wie gelingt dir dies? Wie bringst du mutig dein eigenes Projekt und deine eigenen Ideen voran? Wie schön, dass ich Tanja Peters treffen durfte, denn Tanja Peters ist Mutberaterin und somit Expertin auf diesem Gebiet. Zuvor u.a. als Chefeinkäuferin bei der Telekom tätig, machte Tanja sich 2013 als systemische Beraterin selbstständig. In Coachings und Seminare hilft sie ihren Klienten, eigene Ängste und Grenzen zu überwinden. Tanja möchte möglichst viele Menschen inspirieren, ihrer Berufung nachzugehen.

„Für seine eigene Selbstbestimmung zu sorgen hat viel mit Mut zu tun und würde letztendlich uns alle etwas glücklicher machen.“

Kurz vor Karneval haben wir uns in Köln getroffen und über magische Momente im Kölner Karneval geplaudert, die man nur nachvollziehen kann, wenn man den Kölner Karneval fernab vom Massentourismus kennenlernt. Die Zeit steht still über Karneval in Köln und während die einen fliehen oder feiern, gibt es die anderen, die diese Zeit auch kreativ nutzen. Tanja verrät mir, dass sie über die Jecken Tage an ihrem ersten Buch zum Thema „Mutmuskeltraining“ schreibt, welches im DTV Verlag erscheinen wird. Tanja schreibt bereits für Fachzeitschriften und ist Co-Autorin einiger Bücher aber ein eigenes Buch ist auch für sie eine tolle neue Erfahrung. Vielleicht kennst du das von dir selbst, wenn du ein neues Projekt angehst, dass du voller Motivation beginnst, aber sich nach ein paar Minuten die ersten Zweifel melden.

Alles beginnt im Kopf

„Was passiert, wenn es nicht gelingt?“ Das Gedankenkarussell beginnt sich zu drehen und wir fragen uns, wie wohl die Meinung fremder Menschen aussehen könnte. Sätze wie „Das ist nicht gut genug“ oder „Wer will denn das sehen oder hören“ nehmen ihren Lauf. Um uns gar nicht erst in diese Richtung denken zu lassen, habe ich gleich zu Beginn unseres Treffens einen ersten tollen Tipp bekommen. Tanja stellt sich beim Schreiben einfach vor, für ihre beste Freundin zu schreiben. Was würde d1thumbnail_Tanja Glück Freiheit und MUTeine beste Freundin zu deinem neuen Projekt sagen? Wenn wir für eine Person schreiben, die unsere Arbeit wertschätzt, fällt es uns viel leichter unser Projekt mit einem liebevollen Blick zu betrachten anstatt unseren Selbstzweifeln freien Lauf zu lassen. Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch das Thema „Sichtbarkeit“, besonders in den digitalen Medien, eine große Rolle. Ist es heute so leicht wie nie, sein Thema und Projekt öffentlich zu präsentieren, ist es auch wiederum so schwer wie nie, denn es erfordert Mut überall präsent zu sein und sich zu zeigen! Tanja ist sowohl auf Bühnen präsent, wie zum Beispiel bei GEDANKENtanken oder Kongressen (z.B. Berufungs-Kongress) als auch auf Facebook und Instagram. Neben wertvollen Informationen und hilfreichen Tipps zum Thema „Mut“ erfahren wir dort aber auch sehr Persönliches über den Menschen Tanja Peters. Etwas von sich selbst Preis zu geben ist genau der Aspekt, vor dem sich jedoch die meisten Menschen eigentlich fürchten.  Die Maske abzunehmen und zu zeigen, wie es wirklich hinter der Fassade aussieht. Und wie geht Tanja damit um? Eine tolle Methode ist die „Crocodile Dundee Methode“, wie sie Tanja nennt und von ihrem Mann kennengelernt hat. Der Film „Crocodile Dundee“ enthält einen passenden Dialog zu diesem Thema, sinngemäß in etwa wie folgt:

CD: Ich verstehe nicht, warum du einen Therapeuten hast. Was machst du denn da?

Xy: Mit meinem Therapeuten rede ich über meine Probleme.

CD: Verstehe ich nicht!

XY: Wieso, wie machst du das denn?

CD: Ich erzähle meine Probleme dem Barkeeper und der Barkeeper erzählt es der ganzen Stadt. Mein Thema ist damit kein Geheimnis oder Tabuthema mehr. Jeder spricht mich auf das Problem an und wir reden darüber. Am Ende habe ich etwas gelernt und vielleicht sogar eine Lösung für das Problem. Deswegen brauche ich keinen Therapeuten.

Schreiben oder reden wir also öffentlich über die Themen, die uns schwerfallen, bietet sich automatisch weniger Angriffsfläche. Und somit berichtet Tanja offen und ehrlich über ihre anfänglichen Ängste öffentlich auf einer Bühne zu stehen bis hin zu ihren großen Auftritten mit mehr als 1000 Menschen. Durch ihren systemischen Background als Coach hilft ihr der systemische Ansatz, Kritik aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Was andere Menschen von uns denken, lässt sich kaum steuern und sollte uns auch nicht von unserem Ziel abhalten oder wir uns dadurch einschränken lassen. Denn jeder Mensch hat seinen eigenen Blick in die Welt, was aber nichts mit uns persönlich zu tun hat. Tanja nimmt konstruktive Kritik gerne an und sieht darin auch eine Chance, sich selbst weiterzuentwickeln. Nochmal genauer hinzuschauen und sich zu fragen, was trifft mich eigentlich genau an dieser Kritik? Oftmals gibt uns Kritik Hinweise auf unsere wunden Punkte und somit die Möglichkeit, hieraus zu lernen. Diese Sichtweise fällt vielen eher schwer und der Mut sich öffentlich auf Bühnen zu präsentieren scheint besonders bei Frauen noch ausbaufähig zu sein. Zumindest ist auffällig, dass es mehr Männer auf der Bühne gibt, als Frauen. Ein Grund hierfür liegt sicherlich u.a. in der oft unterschiedlichen Erziehung von Frauen und Männern, so Tanja. Werden bei der Erziehung Jungs doch eher dazu erzogen, sich durchzusetzen, werden Mädchen in Rücksichtnahme und Zusammenhalt bestärkt. Anstatt „mach dein Ding“ stehen bei Frauen später eher die Harmonie und die Meinung der Mitmenschen im Vordergrund: „Was denken die anderen?“. Um Frauen bei dem Schritt auf die große Bühne zu unterstützen, bietet Tanja daher auch extra Speakerseminare nur für Frauen an. 

Reif für die große Bühne

600thumbnail_21Über Ihre Kollegen von GEDANKENtanken, wie u.a. Tobi Beck hat Tanja übrigens nur Gutes zu berichten: „Bei manchen Menschen geht einfach das Licht an, wenn sie einen Raum betreten.“

Sich mit seinem Thema auf der Bühne zu präsentieren, erfordert jedoch nochmal eine ganz andere Herangehensweise als in einem kleinen Rahmen sein Projekt vorzustellen. Das Präsentieren in kleiner Runde ist allerdings sehr wichtig und bietet die beste Voraussetzung, sich für die große Bühnenpräsenz vorzubereiten, so Tanja. Als Führungskräftetrainerin arbeitete Tanja bereits für GEDANKENtanken bevor sie die Möglichkeit bekam, bei der Rednernacht vor einem großen Publikum aufzutreten. Tanja betont, welchen Vorteil dies für sie hatte. „Je mehr man coacht, je mehr Erfahrung bekommt man und umso besser kann man seine Message vermitteln“, erzählt Tanja. Nur durch ihre Erfahrung wurde sie sicherer und vor allen Dingen immer klarer in ihren Aussagen. Speziell bei größeren Auftritten sind nicht nur inhaltliche Klarheit und Expertenwissen gefragt, sondern ebenfalls starke Präsenz. Unterhaltsame Aspekte sind ebenfalls von Vorteil, um ein breites Publikum abzuholen. Nicht zu vergessen natürlich das Thema Mut, eng verbunden mit der Angst. Anstatt mutig unsere Ziele zu kommunizieren und hinterher eventuell sagen zu müssen, dass es nicht geklappt hat, halten wir uns aus Angst lieber klein und bereiten uns auf einen möglichen Misserfolg vor. Angst ist durchaus sinnvoll, damit wir uns gefährlichen Situationen bewusst werden. Letztendlich ist unsere Angst aber nur ein theoretisches Konstrukt und Mut bietet uns die Chance, über uns hinaus zu wachsen – oder, wenn auch auf schmerzlicher Weise, aus Fehlern zu lernen. Dazu ein kleiner Denkanstoß von Tanja: „Es reicht doch meistens vollkommen aus, sich erst nach einem möglichen Misserfolg ausgiebig mit der Situation auseinanderzusetzen, als schon vorher den Fokus lediglich auf die möglichen negativen Folgen zu legen.“

„Echt sein ist im Trend“

Oftmals steht uns bei unserem eigenen Vorhaben, ob nun ein Bühnenauftritt oder ein neues Projekt, auch unser Perfektionismus im Weg. Dabei sollte uns bewusst sein, dass wir uns nie 100% bereit fühlen werden und es immer noch etwas gibt, was „unfertig“ ist. Genau dort liegt der springende Punkt, wie Tanja hervorhebt: lieber unperfekt anfangen, als gar nicht. Tanja ist in dieser Hinsicht sehr pragmatisch und stellt die Produktivität in den Vordergrund und nicht die Perfektion. Genau diese „Brüche“, wie sie selbst sagt, sind den Menschen näher als eine vermeintlich perfekte Fassade. „Perfektionismus ist weder echt noch authentisch. Die Idee ist perfekt“.  

„Umgib dich mit Menschen, die dich strahlen sehen wollen“

Bei unseren ersten Schritten in Richtung Selbstverwirklichung ist empfehlenswert, in sich selbst hineinzuhören und das zu tun, was im Einklang mit unseren Gefühlen steht. Wie oft verlässt uns der Mut und wir sagen „ja“ zu etwas und meinen „nein“? Wie oft wollen wir „unser Ding“ machen, aber zögern, weil wir andere Menschen nicht enttäuschen wollen? Haben wir weniger Zeit für andere und verfolgen auf einmal eigene Ziel, kann dies in unserem bisherigen Umfeld schon mal sauer aufstoßen. Tanja klärt die Sache mit der „Enttäuschung“ sehr schön auf. Enttäuschen wir andere Menschen, bedeutet dies, dass wir uns zeigen wie wir sind und andere nicht mehr täuschen. Wir tun nicht mehr Dinge, die wir nicht mehr tun wollen. Sprechen wir dies freundlich aus, so kann für beide Seiten auf eine wertschätzende Art ein neues Miteinander entstehen. Bei dieser klaren inneren Haltung, sein eigenes Ziel zu verfolgen mit all den einhergehenden Veränderungen, unterstützt Tanja ihre Klienten. In jeglicher Hinsicht. Von der Positionierung und Internetpräsenz bis zur kaufmännischen Seite und Zielgruppendefinition. Seine Berufung zu leben ist die eine Sache, aber bestehende Marktgesetze zu beachten, ist die andere, die aber unweigerlich dazu gehört, so Tanja.

Die Kunst des Networking

Auch das Netzwerken gehört dazu, wenn man seine Idee verbreiten und sein Projekt in die Welt tragen möchte. Tanja selbst beschreibt sich als gute Netzwerkerin, die sich sehr für andere Menschen interessiert. Berufliche Veranstaltungen nutzt sie gezielt, um neue Kontakte zu knüpfen und gibt auch hier ihren Klienten Tipps an die Hand. Wer sich schwertut, alleine auf Veranstaltungen zu gehen, kann sich am Anfang Unterstützung von einem Freund oder einer Freundin holen. Eine Begleitperson, die wortwörtlich lediglich als Begleitung mitkommt aber nicht die ganze Zeit Aufmerksamkeit erwartet. Denn das Ziel ist es ja, die Veranstaltung zu nutzen und neue Kontakte zu knüpfen. Anstatt Veranstaltungen gänzlich zu vermeiden, empfiehlt es sich, erste Schritte lediglich als guter Zuhörer machen und am Abschluss eines Gesprächs nach den Kontaktdaten zu fragen, um sich auf den Social Media Kanälen zu verknüpfen. Die Begegnungen können wunderbar genutzt werden, um von neuen Gesprächspartner zu lernen und sich nach und nach selbst immer etwas mehr einzubringen und sicherer zu fühlen.

Mutmuskeltraining – So startest du

Um sich auch ganz praktisch im Alltag auf neue Situationen, ob nun fürs Networking auf Events, Präsentationen und Bühnenauftritten, einzustimmen, gibt es durch Studien erforschte Mutposen, berichtet mir Tanja. Zahlreiche Studien zum Thema „Body Feedback“ bestätigen den Einfluss von Körperhaltung, Bewegung und Gesichtsausdruck auf die eigenen Entscheidungsprozesse. Vielleicht kennst du bereits den kleinen Trick zu lächeln, wenn dir gar nicht dazu zumute ist. Durch das Anziehen der Mundwinkel wird der entscheidende Muskel auf den entsprechenden Nerv gedrückt, welcher unserem Gehirn vermittelt, wir hätten gelacht, woraufhin es Freude produziert, erklärt mir Tanja. Ähnlich funktionieren auch Mutposen. Kommen wir in Situationen, die ungewohnt oder besonders wichtig sind, schaltet unser Körper einen Gang höher. Es werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet, unser Herz beginnt zu rasen. Genau hier helfen Mutposen, um unseren Körper zu beruhigen. Studien zeigen, dass Mutposen, wie zum Beispiel breitbeinig hinstellen und Hände in die Hüften stemmen, die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut senken können. Zusätzlich hilft es, dabei tief ein- und auszuatmen, so dass sich der Bauch hebt und senkt oder die Faust etwa zehn Sekunden lang zusammen zu ballen und wieder locker zu lassen. Und was ist, wenn uns unser Kopfkino trotz Mutposen einfach keine Ruhe lässt? Auch hierfür hat Tanja noch weitere tolle Tipps. Hinsichtlich negativer Glaubenssätze gibt es hierfür ein ganz praktisches Ritual! Negative Glaubenssätze einfach aufschreiben und verbrennen womit symbolisch bereits ein erster Schritt getan ist. Anstatt des bisherigen negativen Glaubenssatzes, ersetzen wird diesen dann durch ein „Erfolgsmantra“. So, wie wir uns bisher immer dieselben runterziehenden Gedanken und immer wieder dieselbe Story erzählt haben, erzählen wir uns nun ebenso konsequent eine neue Geschichte – einen neuen Glaubenssatz, der uns ermutigt! Tanja hat mir ihren eigenen Powersatz verraten, der sie stärkt und bei Bühnenpräsentationen begleitet. Tanjas kraftvoller Satz lautet: „Ich habe wirklich etwas zu sagen. Ich habe wirklich etwas mitzuteilen!“ . In diesem Zusammenhang hat mir Tanja noch eine tolle Geschichte mit auf den Weg gegeben: 

Großvater und Enkel gehen auf einen Berg und der Enkel sagt: „Du Großvater, ich mache mir so Sorgen. Ich habe zwei Wölfe in meiner Brust entdeckt. Der eine ist missgünstig, gemein und will sich immer streiten. Auf der anderen Seite ist der Wolf, der ganz liebevoll und offen ist. Ich mache mir Sorgen, weil ich mich frage, welcher Wolf wohl gewinnen wird. Da antwortet der Großvater:

„Ganz einfach, der den du fütterst!“

So, wie wir also körperlich unsere Muskeln trainieren, können wir auch bei unseren schwächenden Dialogen die Stopptaste drücken und Sätze trainieren, die uns stärken oder schwächen. Welche Gedanken fütterst du?

Vielen Dank liebe Tanja Peters für das schöne Gespräch.

 

Wenn du mehr über Tanja erfahren möchtest, kannst du Tanja hier kontaktieren:

thumbnail_1450114416182_edited– Die MUTberaterin –

Beraterin | Trainerin | Rednerin

An der Mollburg 28, 51107 Köln

Phone   + 49 221 355 3355 2100, Mobil    + 49 163 88 133 27, E-Mail: tanjapeters@diemutberaterin.de

Web: diemutberaterin.de

Facebook: https://www.facebook.com/TanjaPetersDieMutberaterin/

Instagram: https://www.instagram.com/pe.tanja/

 

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Tanjas Tipps für Köln

Für alle Kölner und alle, die Köln gerne mal besuchen kommen möchten, hat Tanja mir noch ihre Wohlfühlorte verraten:  

Heimisch

Deutzer Freiheit 72-74, 50679 KÖLN

– Restaurant mit regionale Zutaten für Speisen und Getränke –

Lo Sfizio

Hansaring 149, 50670 Köln

– Feinkostgeschäft und gleichzeitig Osteria –

Platz vor der Agnes Kirche

Im Schatten der Agnes Kirche trifft sich Alt und Jung, völlig unkompliziert. Man sitzt zusammen, bei „Verzellche und Klaaf“ und genießt den schönen Tag.