Bewusst gesund mit Michael von Hassel – Fotograf

Heute darf ich mal wieder einen kreativen Kopf interviewen. Michael von Hassel, geboren 1978, ist Fotograf und Künstler und kommt gebürtig aus München. Nach einem nicht ganz so kreativen Start als Banker und Diplom-Kaufmann hatte Michael von Hassel als Autodidakt 2005 seine erste Ausstellung und wurde bereits 2009 auf der Hot Art Fair Basel als bester zeitgenössischer Künstler ausgezeichnet. Er arbeitet mit Galerien in München, Baden-Baden, Frankfurt, Köln, St. Christoph, Bregenz, Kirchberg, Dubai und Moskau zusammen. Wenn du dir ein Bild über seine Arbeiten machen möchtest, kannst du dir in dieser Galerie einen Einblick verschaffen. Im Herbst 2011 enthüllte Michael zum Beispiel das weltgrößte Foto in der Münchner Schrannenhalle. Die Arbeit hat ein Format von fast 20 m² und ist in dieser Größe und Machart einzigartig. Und was hat Michael sonst noch so Einzigartiges in seinem Leben vollbracht? Diese und andere Fragen habe ich ihm in diesem Interview gestellt.

Der typische Werdegang als Banker aus Pflichtgefühl oder wusstest du damals einfach noch nicht richtig, was du wirklich machen möchtest?

Ich habe immer gerne photographiert, kam jedoch einfach nicht auf die Idee, damit könnte man sein Leben bestreiten. Ein guter Freund der Eltern war Chef einer Bank. Irgendjemand sagte: „Mach‘ doch erstmal eine Banklehre. Damit kann man dann alles machen.“ Den Satz hörte ich dann vor meinem BWL-Studium nochmal und es stimmt ja auch. Man kann sogar erfolgreicher Künstler werden. Allerdings habe ich mich viele wertvolle Jahre mit etwas beschäftigt, was eigentlich nicht meinem stärksten Talent entspricht. Da hätte ich wohl noch früher auf mein Herz hören sollen. Aber es ist schon ok, so wie es ist. Sehr sogar. Wer weiß schon, wie es sonst gekommen wäre.

Gab es einen Auslöser, den Weg zu ändern oder war das nur eine Frage der Zeit, dich als Fotograf zu etablieren?

Das waren im Grunde zwei Zufälle: zum einen habe ich eine letzte Vorlesung in der Uni belegt, weil ich gehört hatte, an dem Lehrstuhl bekommst du schnell, auch während des Semesters, eine gute Note. Naja und ich wollte unbedingt fertig werden mit dem Studium. Also belegte ich „Positive Psychologie“, ohne zu wissen worum es da geht. Nun, es geht darum, wie man ein glücklicher Mensch wird. Das hat geklappt.

Zum zweiten traf ich ein paar „Weichenstellermenschen“ und die haben mich in Deutschlands wichtigster Photokunstgalerie untergebracht. Die erste Schau wurde dann komplett ausverkauft. Mit einem passablen Jahresgehalt in der Tasche dachte ich, das versuchst Du jetzt mal. Es scheint ja möglich zu sein.

Welche ist deine Lieblingskamera?

Immer die, die ich gerade zur Hand habe. Am meisten hänge ich jedoch an einer alten Mittelformatknipse meines Vaters. Die hat er sich in seiner Jugend hart erarbeitet und erspart, mir dann viel später darauf die Photographie beigebracht. Das ist mein Goldstück. 

Was inspiriert dich?

Spannende Begegnungen mit „Macher-Menschen“. Wenn wir dann alle zusammenhalten, können wir unglaublich voneinander profitieren und an einer guten Zukunft bauen. Das wird schon gut.

Sonst versuche ich meinem Leben viele Möglichkeiten zu geben, will sehen, reisen und verstehen. Das bedeutet jedoch viel Zeit unterwegs zu verbringen. Von nix kommt ja nix.

Gab es eine Phase, in der du keine Lust mehr hattest auf Fotografie? Was würde dich alternativ noch reizen?

Nope. Das gab’s noch nicht. Alternativ? So einiges, aber jetzt machen wir erstmal Photo!

Dein Kleidungsstil ist alles andere als 0815. Was tust du noch, um gut auszusehen?

Ich habe einen guten Freund gefunden, der mein Schneider ist. Er hat unglaublich tolle Sachen und manchmal entwickeln wir Dinge dann auch zusammen. Ich kaufe nichts von der Stange, nichts billigbillig, sondern Qualität. Ich will wissen wo es herkommt und was es ist.

Inwiefern achtest du auf gesunde Ernährung? Spielt Ernährung eine Rolle, oder hast du gute Gene und machst dir darüber keinen Kopf?

Schwierig. Ich weiß ziemlich genau, was mir nicht gut tut und versuche es zu vermeiden. Allerdings ist das nicht einfach, wenn man einen Großteil seiner Zeit unterwegs ist. Ich denke, hier hat die Lebensmittelindustrie noch riesige Wachstumschancen: Gluten, Zucker, Laktose aber auch Plastik- und Aluminumverpackungen, regional, fair und bio.

Wie würdest du deinen Ernährungsstil beschrieben?

Bewusst mit viel Luft nach oben.

Ist das Thema Ernährung ein Thema bei dir zu Hause? Tauschst du dich mit deiner Partnerin, Eltern, Freunden darüber aus?

Klaro. Sehr sogar. Filme wie „We feed the world„, „Food Inc.“, „Die Akte Aluminium“ oder auch „Unser täglich Gift“ finde ich wichtig. Wir gehen immer wieder eine Woche zum Heilfasten. Außerdem lädt einer meiner wichtigen Sammler und Freunde jährlich zur veganen Männer-Yoga-Sport-und-Detox-Woche auf sein schönes, altes Schloss. Da lassen wir es uns gut gehen.

Bestimmte Lebensmittel vernebeln das Gehirn, machen müde und depressiv. Hast du schonmal bemerkt, das Ernährung Einfluss hat auf deine Kreativität? Deine Stimmung?

Klar. Lass‘ ich einfach weg. Alles nur in Maßen.

Worauf bist du besonders stolz in deinem Leben?

Ich habe Gin-Tonic auf Gurke in Laos eingeführt und mit-Kaffee-anstoßen erfunden 😉

Wer oder was hat dich das letzte Mal zum Lachen gebracht?

Meine 3-jährige Nichte.

Welches ist dein Lieblingsrestaurant und was isst du dort am liebsten?

www.moarwirt.de und ALLES!!!

Wie sieht es aus mit dem Thema Sport?

Ich könnte mehr machen. Gehe sehr gerne Bergwandern und laufe ab und zu. Im Winter Langlauf. Herrlich.

Hast du schonmal von einem Basenbad gehört bzw. dich mit dem Säure-Basen-Haushalt auseinandergesetzt?

Jep. Meine Mutter hat das für uns entdeckt. Tut gut.

Das war es auch schon!!! Ganz vielen lieben Dank!!!

Gerne…

Das schöne an den Interviews ist ja einfach, dass ich immer wieder neue Dinge erfahre und wieder auf neue Ideen komme. Nicht nur, dass Michael von Hassel nochmal auf wirklich wichtige Filme hingewiesen hat, die ich auch nochmal auf Facebook posten werde, nach diesem Interview habe ich aus der veganen Männer – Yoga – Sport – und Detox – Woche einfach mal wieder meine Mädels angerufen und nun wird daraus eine basenreiche Mädels – Yoga – Sport – und Relax – Woche..;-) Danke Michael von Hassel! 

 

 

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