vegetables vegetarian with wild rice

Basenreich leben – So esse ich heute

Bei einer Ernährungsumstellung wird oft davon ausgegangen, dass die Speisen ab sofort nur noch aus Obst und Gemüse bestehen. Ich muss allerdings sagen, dass die Vielfalt an saisonalen Obst- und Gemüsesorten nicht wirklich klein ist und es zusätzlich tolle Möglichkeit gibt, diese mit verschiedensten Kräutern und gesunden Ölen oder glutenfreien Pflanzen zu ergänzen. Viele möchten ihre Ernährung umstellen, vergessen aber, dass hierfür die Bereitschaft etwas an den bisherigen Gewohnheiten zu ändern eine Voraussetzung ist. Es ist schwierig, mit vielen tierischen Produkten, Weizenmehl und Softdrinks eine basenreiche Ernährung durchzuführen. Ich esse auch noch ab und zu mal ein Nutellabrötchen oder esse ein paar Chips. Allerdings kommt dies einmal im Quartal vor und danach wird bei mir wieder basenreich gegessen und diese Ausnahme nicht fortgesetzt. Früher war es bei mir umgekehrt, ich habe mich von viel Weizenprodukten, Milchkaffee, Süßigkeiten und Nudeln ernährt und alle paar Monate gab es mal einen Obsttag.

Meine Ernährung heute

Ich esse gerne Gemüse und Salate und auch habe ich nicht das Gefühl von Verzicht, wenn ich mich überwiegend basenreich ernähre. Was hat sich bei mir geändert? Welche Nahrungsmittel ersetze ich?

1. Ich trinke keine tierische Milch mehr. Milch ist das letzte, was mir fehlt. Milch ist nicht nur ein großer Schleimbildner, was zu Atemwegserkrankungen führen kann, Milch enthält auch keine Nährstoffe, die ich nicht auch anderweitig decken könnte. Anstatt tierischer Milch mache ich mir Mandelmilch selbst, trinke zum Beispiel Kokos-Reismilch oder auch mal andere pflanzliche Milchsorten. Du bist der Meinung du brauchst Milch, um deinen Kalziumbedarf zu decken? Damit das Kalzium von deinem Körper richtig aufgenommen wird, benötigt dein Körper Magnesium. Allerdings ist das Verhältnis von Magnesium zu Kalzium ist der Milch sehr ungünstig, so das nur etwa 30 % aufgenommen werden können. Im Vergleich, bei grünem Gemüse liegt die Kalziumaufnahme zwischen  40 und 60 %. Hinzu kommt, dass die Verstoffwechslung des Milcheiweißes zu einer Säurebildung in deinem Körper führen kann, was sogar noch einen Kalziumverlust begünstigen kann. Zur Neutralisation der entstandenen Säuren benötigt dein Körper nämlich basische Mineralien, welche sich dein Organismus aus seinen körpereigenen Mineralstoffdepots zieht. Mit Kokosmilch mache ich mir Eiscreme, mit Mandelmilch backe ich, Dinkelmilch oder Kokos-Reismilch mische ich mir in meinen Matchatee, der meinen Kaffee ersetzt.

Matcha2. Ich trinke keinen Kaffee mehr. Morgens gab es bei mir immer Milchkaffee – to go. Vormittags noch einen weiteren Latte Macchiato und nachmittags dann nochmal einen Milchkaffee mit Vanille. Von diesem Trip bin ich ganz runter. Ich habe diese Gewohnheit ganz ausschleichen lassen. Ich habe allerdings nicht sofort vollständig auf Kaffee verzichtet, sondern mir Milchkaffee nur noch gekauft, wenn ich mich nachmittags oder am Wochenende verabredet hatte. Also nicht mehr jeden Tag morgens mittags und abends. Ich habe ausprobiert, was mir morgens anstatt dessen schmeckt. Ich habe Lupinenkaffee ausprobiert, unterschiedliche basische Tees, mal Ingwerwasser getrunken, dann Ginsengtee getestet, welcher ebenfalls eine anregende Wirkung hat und schließlich bin ich auf Matcha Tee gestoßen. Matcha Tee ist ein Tee aus gemahlenem Grünteepulver und hat im Gegensatz zu Kaffee eine langsam ansteigende Wirkung und zusätzlich noch viele Antioxidantien. Ich trinke Matcha Tee mit Kokosreismilch oder Dinkelmilch. Den Tee schäume ich mit meinem Matchabesen auf und habe so einen guten Ersatz für meinen bisherigen Kaffee Latte.

3. Ich esse kein Brot mehr. Brot macht mich süchtig. Ich habe immer viel Brot, Croissants, Kekse usw. gegessen und weil ich schnell das Verlangen nach mehr habe, versuche ich möglichst ganz darauf zu verzichten. Ab und zu gibt es nochmal eine Ausnahme, wie das oben erwähnte Nutellabrötchen, aber hier bleibt es dann auch dabei. Heutzutage sind die Brotsorten leider meistens überzüchtet und selbst die Vollkornprodukte können einen überhöhten Eiweißanteil enthalten, der unserem Körper schaden kann. Ich esse morgens im Winter ab und zu Müsli aus glutenfreien Pflanzen, wie zum Beispiel das Morgenstund Müsli von Jentschura, oder ich mache mir Leinsamencracker selbst. Dazu gibt es dann zum Beispiel Avocadopaste und Tomaten, Paprika etc oder ich kaufe mir ab und an das Essener Brot. Dies ist Brot aus gekeimtem Getreide. Weder Urgetreide noch Brote aus glutenfreien Pflanzen sind basisch, was nicht heißt, dass diese nicht gesund sind und eine basenreiche Ernährung sehr gut ergänzen können. Nur Brot aus gekeimten Getreidesorten ist basisch und hierzu gehört zum Beispiel das Essener Brot. Aber auch dies kommt bei mir sehr sehr selten vor. Bei mir gibt es meistens Obst oder Smoothies zum Frühstück- Die Smoothies können sehr gehaltvoll sein und manchmal mache ich mir diese auch zu einer Art Kaltschorle zum Löffeln. Ich gebe noch ein paar Toppings wie Granatapfel oder Pflanzengranulate darüber und danach bin ich satt.  

4. Ich esse grundsätzlich keine Weizenprodukte mehr. Pizza und Nudeln standen bei mir an der Tagesordnung. Heute esse ich viel lieber Gemüsepfannen, Pilzpfannen, Kartoffelauflauf, selbstgemachte Pommes, Hirseauflauf oder Gemüsebratlinge. Wenn mir wirklich nach Nudeln oder Pizza ist, dann gibt es die gesunde Variante. Ich habe Linsenspirelli als Nudelersatz und ab und zu esse ich diese mit selbst gemachtem Pesto oder mische diese mit einem selbst gemachten Gemüse Ratatouille.      

5. Ich esse kein Fleisch, kein Fisch und keine Eier mehr. Fisch und Fleisch sind in einer basenreichen Ernährung im Verhältnis 80/20 integrierbar und daher gibt es auch hier die ein oder andere Ausnahme und einmal in sechs Monaten landet Fisch oder Fleisch auf meinem Teller. Eier habe ich allerdings seit Jahren nicht gegessen. Du fragst dich wie ich backe? Es gibt heutzutage wirklich für fast alles einen gesunden Ersatz und für Eier kannst du, je nachdem was ersetzt werden soll, Chiasamen, Kichererbsenmehl oder Pfeilwurzelstärke nehmen. Dies sind nur drei mögliche Alternativen von vielen anderen.

An Beilagen esse ich Hülsenfrüchte oder mal Sojamedaillons. Auch brate ich mir gerne Austernpilze als Zutat für meinen Salat an und finde diese schmecken ähnlich wie Putenbrust. Mit dieser Ansicht stehe ich allerdings bisher alleine da. Ich vermisse weder Fleisch noch Fisch großartig, daher habe ich mich auch nie um einen adäquaten Ersatz bemüht. Allerdings kannst du ja mal Lupinenfleisch ausprobieren, was eine Möglichkeit sein soll. Hier habe ich aber keinen eigenen Erfahrungswert.

Detox water cocktail

6. Ich trinke keine Softgetränke. Softgetränke standen sowieso kaum auf meinem Tagesplan, aber davon lasse ich nun rigoros die Finger. Die Phosphorsäure in Cola zum Beispiel eignet sich hervorragend, um Moos an der Hausfassade zu entfernen, in meinem Körper hat diese Art von Reiniger nichts zu suchen. Ich habe auch kein Problem darauf zu verzichten, im Gegenteil, ich bekomme diese Getränke gar nicht mehr runter. Ich trinke stilles mineralarmes Wasser und mische mir hier frische Früchte hinzu, mache mir viele unterschiedliche Tees oder mixe mir mal einen leichten Smoothie mit Kokoswasser oder Birkenwasser.

Dies sind nur einige Beispiele, wie ich bei einer basenreichen Ernährung meine bisherigen Nahrungsmittel ersetze. Als nächstes werde ich mir Nutella selbst herstellen, um auch hier  einen gesunden Ersatz zu haben, wenn die alten Muster wieder durchkommen  😉  

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